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Vielleicht verstehst du etwas nicht,
was du hier liest.
Dann frage einen Erwachsenen,
dem du vertraust.
Was ist sexuelle Gewalt
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Sexuelle Gewalt können verschiedene Dinge sein.

Es gibt sexuelle Gewalt,
bei der eine Person eine andere anfasst.

Zum Beispiel:

  • Eine Person fasst Dich
    an bestimmten Stellen an.
    Zum Beispiel:
    Po, Brust, Bauch, Penis oder Scheide.
  • Eine Person möchte Dich
    streicheln oder küssen.
  • Eine Person zwingt Dich
    zum Küssen und Streicheln.
  • Eine Person sagt, dass Du mit der Zunge
    an der Brust von der Person saugen sollst.
  • Eine Person steckt etwas
    in Deinen Mund, Scheide oder Po.
    Das kann ein Finger, ein Ding oder
    sein Penis sein.
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Es gibt sexuelle Gewalt
auch ohne Anfassen.

Zum Beispiel:

  • Eine Person zeigt Dir
    Bilder oder Filme mit Sex-Geschichten.
  • Eine Person sagt sexuelle Dinge.
    Zum Beispiel:
    • Du siehst geil aus.
    • Du hast einen knackigen Po.
  • Du sollst einer Person zusehen,
    die sich selbst sexuell anfasst.
    Zum Beispiel:
    Eine Person fasst sich an
    Penis oder Scheide.
    Du sollst der Person dabei zusehen.
  • Eine Person ist nackt und
    möchte, dass Du sie ansiehst.
  • Eine Person schaut Dir beim Ausziehen zu.
    Oder die Person sagt,
    dass Du Dich ausziehen sollst.
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Kinder unter 14 Jahren dürfen
keine sexuellen Kontakte haben.

Keiner darf sie dazu
auffordern, überreden oder zwingen.
Das steht so im Gesetz.

Die Gründe dafür sind:

  • Kinder wollen keine sexuellen Kontakte.
  • Kinder können die Folgen
    von sexuellen Kontakten noch nicht wissen.
Wann ist Anfassen in Ordnung?
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Dann ist Anfassen in Ordnung:

  • Wenn Du mit Deinen Eltern, Geschwistern oder Familien-Mitgliedern kuschelst.
    Oder wenn ihr euch umarmt.
    Oder wenn ihr euch einen Kuss gebt.
    Zum Beispiel:
    • Gute Nacht-Kuss,
    • Guten Morgen-Kuss oder
    • Küsse, weil man sich gern hat.
  • Wenn Du Dich beim Umarmen, Kuscheln und Küssen gut fühlst.
  • Wenn Du Doktor mit Freunden spielst,
    die so alt sind wie Du.
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Dann ist Anfassen nicht in Ordnung:

  • Wenn Du Dich beim Küssen oder Umarmen schlecht fühlst.
  • Wenn Du beim Küssen oder Umarmen
    Angst oder Ekel hast.

Dann sag: Nein.

Die Regel ist:
Keiner darf Dich küssen oder umarmen,
wenn Du es nicht willst.
Keiner darf Dich küssen oder umarmen,
wenn Du es nicht gut findest.

Wer ist ein Täter?
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Ein Täter ist eine Person,
die Dir sexuelle Gewalt antut.
Ein Täter kann eine Frau oder ein Mann sein.
Ein Täter kann eine Person sein, die Du kennst.
Zum Beispiel:
  • Ein Familien-Mitglied
  • Ein Nachbar
  • Eine Person aus der Schule
  • Ein Vereins-Mitglied
Ein Täter kann aber auch ein Fremder sein.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was macht ein Täter?

Ein Täter ist erst nett und freundlich.
Ein Täter will, dass Du ihm vertraust.
Das macht der Täter zum Beispiel so:
  • Ein Täter macht Dir Geschenke.
  • Ein Täter lädt Dich
    zum Essen und Trinken ein.
  • Ein Täter lädt Dich zu einem Ausflug ein.
Ein Täter kann versuchen,
ein Freund von Deinen Eltern zu werden.
Ein Täter fasst Dich an und schaut,
was Du dann machst.
 
Ein Täter sagt zu Dir:
Du sollst mit keinem darüber reden.
Das ist in Ordnung, was ich mache

Ein Täter bedroht und erpresst Dich.
Er sagt zum Beispiel:
Wenn du es Mama sagst,
mag sie dich nicht mehr.

Ein Täter versucht,
dass Du Dich schuldig fühlst.
Er sagt zum Beispiel:
Wenn du darüber redest,
dann muss ich ins Gefängnis.

Du hast verschiedene Gefühle
zur gleichen Zeit.
Du magst den anderen vielleicht,
aber Du hast auch Angst.
Du weißt nicht, was richtig ist.
Vielleicht fällt es Dir schwer
über die sexuelle Gewalt zu reden.

Das kann viele Gründe haben.
Zum Beispiel:
  • weil Du Dich schämst oder
  • weil Dir keiner glaubt
Aber die sexuelle Gewalt darf nicht weitergehen
Was passiert mit mir?
 
Was können die Folgen
von sexueller Gewalt sein?
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  • Es gibt Verletzungen am Körper.
    Zum Beispiel:
    • Biss-Wunden
    • Risse am Po
  • Es gibt Verletzungen,
    die Du nicht sehen kannst.
    Aber man fühlt sich nicht gut.
    Dann ist die Seele verletzt.
    Das nennt man: seelische Verletzungen.
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Die Verletzungen am Körper heilen schnell,
wenn die sexuelle Gewalt aufhört.
Die seelischen Verletzungen heilen
nur langsam.
Sie können Dein ganzes Leben bleiben.
 
 
 
Es gibt viele Gefühle:
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Es gibt gute Gefühle.
Zum Beispiel:
Wir sind glücklich,
wenn wir mit Freunden Fußball spielen.
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Es gibt schlechte Gefühle.
Zum Beispiel:
Wir sind traurig,
wenn wir Streit mit einem Freund haben.
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Es gibt Gefühle,
die bei seelischen Verletzungen kommen.
Die Gefühle haben wir,
wenn wir sexuelle Gewalt erleben.
Bei sexueller Gewalt kann sich
ein Kind nicht wehren.
Das Kind kann nicht weglaufen und
nicht kämpfen.
 
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Darum entstehen seelische Verletzungen.
Eine seelische Verletzung
nennt man auch: Trauma.
Trauma kommt aus der griechischen Sprache
und heißt: Wunde.
Nach sexueller Gewalt gibt es
ein besonderes Trauma.
Der Täter ist oft ein Mensch,
den das Kind kennt und dem es vertraut.
Das macht die seelische Verletzung
besonders schlimm.
 
Bei einer seelischen Verletzung macht
der Körper immer das Gleiche.
Der Körper versucht nichts mehr zu fühlen.
Das macht der Körper,
weil dann die Angst nicht mehr da ist.
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Kinder verhalten sich
mit einem Trauma anders.
Sie zeigen ihren seelischen Schmerz nicht.
Seelischer Schmerz kann zum Beispiel sein,
dass man:
  • hilflos ist,
  • wütend ist,
  • sich ekelt,
  • sich schämt,
  • Angst hat oder
  • traurig ist.
So wollen sich Kinder nicht mehr fühlen.Darum verändern sie ihr Verhalten.
 
 

Das kann zum Beispiel
verändertes Verhalten bei Kindern sein:

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  • Sie gehen nicht mehr aus dem Haus.
    Sie gehen nicht mehr zur Schule.
    Sie haben Probleme
    ruhig zu sein und zu lernen.
     
  • Sie schreien, schlagen und treten.
     
  • Manchmal essen sie nichts mehr.
     
  • Oder sie essen besonders viel.
     
  • Sie sind oft krank.
    Zum Beispiel wegen:
    • Kopf-Schmerzen
    • Bauch-Schmerzen
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Wenn Kinder sich so verhalten,
dann geht es ihnen schlecht.
Manchmal merken die Kinder
das selbst gar nicht.
Sie können auch nicht sagen,
warum es ihnen schlecht geht.
Die Kinder brauchen dann Hilfe,
um das Trauma zu heilen.
Sie brauchen Hilfe von Menschen,
die sich mit einem Trauma auskennen.
Das sind zum Beispiel Berater.
 
KOBRA hilft auch für längere Zeit.
In der Zeit hilft KOBRA Probleme zu lösen.
Das nennt man: Therapie.
Die Therapie macht eine Therapeutin mit Dir.
Wie kann ich sexuelle Gewalt beenden?

 
Das kannst Du machen,
um sexuelle Gewalt zu beenden:
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  • Hilfe holen.
  • mit einem Menschen sprechen,
    dem du vertraust.
  • über die sexuelle Gewalt reden.
  • nicht aufgeben.
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  • mit Menschen reden,
    die Dir helfen können.
    Zum Beispiel:
    • Eltern
    • Lehrer
    • Polizisten
  • zu einer Beratung gehen.
    Dort gibt es Hilfe dafür,
    dass die seelischen Verletzungen heilen.
    Dabei können Dir
    Berater und Therapeuten helfen.
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Du kannst zu KOBRA kommen,
wenn Du Hilfe brauchst.
KOBRA ist in Stuttgart.
Bei KOBRA gibt es Beratung bei
sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen.
 
KOBRA kann Dir auch für längere Zeit helfen.
In der Zeit hilft KOBRA Dir Probleme zu lösen.
Das nennt man: Therapie.
Die Therapie macht eine Therapeutin mit Dir.
Die Therapeuten und Berater
arbeiten bei KOBRA.
 
Sie können Dir helfen,
die sexuelle Gewalt zu beenden.
Sie können Dir helfen,
dass die seelischen Verletzungen heilen.
 
Du kannst alleine kommen.
Du kannst auch einen Menschen mitbringen,
dem Du vertraust.
Was passiert bei KOBRA in der Beratung oder der Therapie?
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Eine Therapeutin hat Zeit für Dich.
Du kommst einmal in der Woche
für eine Stunde zu KOBRA.
Das nennt man: Therapie
 
Du bestimmst,
was wir in der Stunde machen.
Du sollst Dich gut und sicher fühlen.
 
Du kannst über Deine Probleme und
Deine Gefühle reden.
 
Du kannst uns zeigen, wie es Dir geht.
Das kannst Du mit Bildern, Spielen oder
Hand-Puppen zeigen.
 
Die Therapeutin hört Dir zu.
Sie hört sich Deine Probleme genau an.
 
Die Therapeutin hat Fragen an Dich,
damit sie Deine Probleme besser versteht.
 
Die Therapeutin zeigt Dir Übungen.
Die Übungen helfen Dir,
Deine seelischen Verletzungen zu heilen.
 
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Das kannst Du in einer Therapie lernen:
 
Deine Gefühle besser zu verstehen.
 
Deine Gefühle so zu zeigen,
dass keiner verletzt wird.
 
Wieder Spaß und Freude zu haben.
 
In der Schule ruhig zu sein und zu lernen.
 
Wieder gut zu schlafen.
 
Dich wieder sicher und gesund zu fühlen.
 
Menschen wieder zu vertrauen.
 
Dich besser gegen sexuelle Gewalt zu wehren.
Du lernst auch, Nein zu sagen,
wenn Dir eine Person etwas antun will.
So findest Du uns:

 
Das ist unsere Adresse:
KOBRA
Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt
an Kindern und Jugendlichen
Hölderlinstraße 20
70174 Stuttgart

 
Du musst nichts bezahlen,
wenn wir Dich beraten oder Dir helfen.
 
Wenn Du nach einer Beratung fragst,
musst Du nicht Deinen Namen sagen.
Die Mitarbeiter von KOBRA dürfen mit keinem
über Deine Probleme reden.
Das nennt man: Schweigepflicht.
 
 
Dann kann man die Mitarbeiter erreichen:
Von Montag bis Donnerstag immer
von 9 bis 17 Uhr.
Du kannst auch einen anderen Termin
mit uns machen.
 
 
Das ist unsere Telefonnummer:
0711 16297 0
 
Das ist unsere Fax-Nummer:
0711 162 97 17
 
Das ist unsere E-Mail-Adresse:
beratungsstelle@kobra-ev.de
 
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Wenn Du mit Bus und Bahn zu uns kommst,
ist die Russische Kirche
die richtige Haltestelle.

Zu der Haltestelle kommst Du:
  • mit der Bus-Linie 40 und
  • der Straßen-Bahn-Linie U 4,
    die in Richtung Hölderlinplatz fährt.